Die Chronologie der Preisverleihungen

2004   2005   2006   2007  2008  2009 Projektpreis   2009 Städtepreis   2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

         Deutscher Städtepreis

Unter der Schirmherrschaft von Herrn Bundespräsident Christian Wulff hat die Stiftung Kriminalprävention am 8. Oktober 2010  den mit 10.000 € dotierten Deutschen Förderpreis Kriminalprävention (Städtepreis) an die Stadt Osnabrück vergeben.

Schon im Foyer zum Osnabrücker Friedensaal konnten die Gäste aus allen Teilen der Gesellschaft eine Ausstellung zu den Präventionsaktivitäten Osnabrücks  bekommen, Ihre Eindrücke mit dem kriminalpräventiven Rat austauschen.

In feierlicher Stimmung hatte der Vizepräsident des Bundeskriminalamtes Prof. Dr. Jürgen Stock (vorn links), Kriterien für eine nachhaltige Präventionsarbeit beschrieben und festgestellt, dass sich die Arbeit der Stadt Osnabrück genau daran orientiert habe.

Oberbürgermeister Boris Pistorius (oben, vorn, 2. v.l.) nahm für die Stadt und "sein" Präventionsgremium stolz die Ehrung entgegen:

Stiftungsvorstand Katrin Stüllenberg übergibt den Städtepreis zusammen mit der Jury-Sprecherin Dagmar Pohl-Laukamp an OB Pistorius.
Rechts: Festredner Prof. Dr. Stock, links: Stiftungsvorstand Klaus Stüllenberg

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Unter der Schirmherrschaft von Herrn Bundespräsident Horst Köhler hat die Stiftung Kriminalprävention am 30. Oktober 2009 zum fünften Mal den mit insgesamt 50.000 € dotierten Deutschen Förderpreis Kriminalprävention in Münster vergeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"In diesem Jahr lag der Schwerpunkt eindeutig bei Integrationsprojekten, welche erfolgreich Menschen aus dem Abseits zurück in die Gesellschaft holen oder schon im Kindesalter deren Abdriften verhindern“, sagte Klaus Stüllenberg, Vorstandsvorsitzender der auslobenden Stiftung Kriminalprävention in Münster in seiner Begrüßung der rund 180 Gäste aus ganz Deutschland.

 

 

„Die Verantwortlichen verdienen für Ihre vorbildliche Arbeit höchste Anerkennung. Sie leisten einen enormen Beitrag dazu, unser Land noch ein Stück lebenswerter für alle Bürger zu machen“, so Stüllenberg weiter.

 

 

 

 

 

Sodann markierte BKA Präsident Jörg Ziercke, auch Mitglied der Jury, die Erfordernisse zeitgemäßer Kriminalprävention.

 

 

 

"Entstehungsbedingungen von Kriminalität wie zukünftige gesellschaftliche, ökonomische, technologische und politische Veränderungen gelten als wesentliche Stellgrößen für die Chance einer Gesellschaft, ein wirksames Netz gegen Desintegration und Ausgrenzung zu schaffen."

 

 

Frau Senatorin a.D. Dagmar Pohl - Laukamp vergab den Medienpreis und würdigte den beharrlichen Einsatz des Preisträgers Fadi Saad...

 

 

... in Berlin geboren, palästinensische Eltern, in zwei Kulturen „deurabisch“ aufgewachsen doch keine richtig gelebt. Er hat die Grenzen überschritten und dafür von  seinen Freunden auch noch Anerkennung erfahren – fatal für ihn.

Mit 17 zieht er sich aus der Spirale, findet den Weg in die Gesellschaft zurück und schreibt  ein Buch darüber: Welche Stellgrößen führen ins Abseits, welche helfen, den Absturz zu vermeiden? Wer kann welchen Beitrag leisten?                      

"Aus Sicht der Jury eine Pflichtlektüre für jeden Verantwortlichen in Politik und Verwaltung", so die Laudatorin.

 

 

 

 

Preisträger,

Familie und Stifter

 

 

 

Der interkulturelle Ältestenrat wurde von Erich Marks, dem Geschäftsführer des Landespräventionsrates Niedersachsen als "beispielhaftes Integrations- und Konfliktvermeidungsprogramm" gewürdigt.

 

 

Die Northeimer Südstadt ist ein relativ kleinräumiges Quartier mit fast durchgehender Migrantenpopulation ohne dominierende Herkunftsgruppen und überwiegender Arbeitslosigkeit, geprägt von hoher Kriminalitätsdichte insbesondere unter Jugendlichen.

Das Projekt Interkultureller Ältestenrat vermittelt konsensfähige Werte, schlichtet und lehrt, zu schlichten, bietet Hilfe und regelmäßige Kommunikationsplattformen an.

Aus der Wirkungsbetrachtung werden fortlaufend Ergänzungsbausteine entwickelt. Die Wirkung des gesamten Projekts wird seit 2009 strukturiert untersucht, die Erkenntnisse dienen der Fortentwicklung und Verbreitung des Gesamtkonzepts.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Die Jury ist sicher, dass nur eine aktive Beteiligung an der Gesellschaft Integration erst möglich macht", so Erich Marks zur Begründung der Preisvergabe.

 

 

 

 

 

 

"Wenn ein ganzes Bundeslandes erfolgreich Zivilcourage einfordert und unterstützt, dann zeigt dies, dass Staat und Gesellschaft dasselbe sind" , so der Autor und Journalist Hans Leyendecker auch mit Blick auf den tragischen Angriff in München in seiner Würdigung der Preisträger.

 

Mut machen, sich einzumischen. Zeigen, wie`s geht. Anerkennen.

Rheinland-Pfalz hat im Jahr 2000 ein landesweites Projekt begonnen und keine Chance ausgelassen, das Ziel einer teilnehmenden Bürgergesellschaft zu fördern. Erfolgreich: Die Evaluierung zeigt, dass die Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft bereit sind, sich für den Nachbarn, den Mitschüler, den anderen Fahrgast im Bus oder den Spaziergänger im Park verantwortlich zu fühlen, Gleichgültigkeit entgegen zu wirken und Sicherheit zu vermitteln, anderen zu helfen, ohne sich selbst zu gefährden.

 

 

 

"Die Jury hofft auf eine deutliche Vorbildfunktion für andere Bundesländer, zumindest einzelne Städte, Gemeinden oder Landkreise", so der Laudator Hans Leyendecker in seiner viel beachteten Begründung des Votums der Jury .

 

 

 

 

Staatssekretär Lewentz bedankt sich mit bei Laudator (re),
Stifter (li) und Mitarbeiterstab, vertreten durch Helmut Liesenfeld.

 

 

 

Volker Bouffier, Hessischer Minister des Innern und für Sport, würdigte das von Lothar Kannenberg als Jugendhilfeeinrichtung initiierte Trainingscamp als ein „für Deutschland beispielhaftes und erfolgreiches Konzept, das jungen Männern zwischen 14 und 17 Jahren Anleitung und Hilfestellung zur Rückkehr in die Gesellschaft gibt. Durch den Schwerpunkt Sport und die pädagogische Betreuung erhalten die Jugendlichen eine Orientierung, die sie bei einer selbstständigen Lebensgestaltung unterstützen soll.“

Auf dem Weg nach unten nichts ausgelassen: Überfälle, Drogen, Alkohol, Körperverletzung: Jugendliche, nicht schulfähig, nicht berufsfähig, nicht bindungsfähig. Und sie wissen: In den Knast, auf die Straße, in die Psychiatrie – oder ins Trainingscamp.
„Wenn ich mich verändern kann“, so der Gründer und Begründer Lothar Kannenberg, selbst auf dem Weg nach unten plötzlich angehalten, „dann kannst Du es auch“. Er bietet und fordert: Geborgenheit, Respekt, Konsequenz.  

 

 

Lothar Kannenberg mit seinem Respekttrainerteam nach gelungener Demonstration unter Einbeziehung der Gäste "Wir schaffen es!

 

 

Eine vollständige Betreuung mit gruppen- und erlebnispädagogischem Ansatz sowie die Erziehung durch Sport gibt den Jugendlichen Hilfestellung und Struktur.

 
"Ich gratuliere Herrn Kannenberg und seinem Team zu dieser Auszeichnung. Ihr nicht nachlassendes Engagement sowie die beeindruckenden Erfolge haben die Jury veranlasst, das Trainingscamp mit einem Preis auszuzeichnen", so der Minister zur Entscheidung der Jury.

 

 

"Das ist Prävention in ihrer edelsten Form, da ist noch nichts oder nicht viel passiert, wo Farid Vatanparast seit Jahren mit seinem Team ansetzt: Kinder bekommen Inhalte und Ziele", so die Würdigung durch den deutsch/österreichischen Kriminologen und Soziologen Dr. Reinhard Kreissl für das Projekt: Boxsport mit Karriere gegen Hausaufgabenkontrolle und Straffreiheit.

 

 

Zwei Teilnehmer am Programm, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, berichten zusammen mit ihrem Trainer, Farid Vatanparast (l.) über ihre Erfahrungen.

 

 

 

Ein ganz normaler Sportverein in Münster, Boxabteilung, Leiter Farid Vatanparast. Mädchen und Jungs bis 17 Jahre lernen bei ihm Boxen, sportliches, faires Umgehen mit einander. Und für jede Trainingseinheit gibt`s zuvor eine Hausaufgabeneinheit. Der Bessere hilft dem Schlechteren, ehrenamtliche Erwachsene führen die Aufsicht und vermitteln Wissen. Ergebnis: Boxsporterfolge bis auf die europäische Ebene, keine Fünfer in der Schule, keine Straffälligkeit – hohe Anerkennung bei Eltern und Freunden. Und das im dritten Jahr!

                                                                                                       

 

"Wir wollen einfach dazu beitragen, dass eine solche Initiative Deutschlandweit Beachtung und Nachahmung findet, darüber hinaus das Engagement würdigen und belohnen", so der Laudator Dr. Kreissl, selbst Mitglied der Jury.

 

 

 

 

 

 

 

Farid Vatanparast überraschte mit seiner Replique Laudator und Gäste:

"Wir müssten so etwas überall in Deutschland tun."

 

 

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Unter der Schirmherrschaft des
Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland,  Horst Köhler,
wurde am 24. April 2009 im Golden Saal verliehen:

 

 

 

 

        Städtepreis 2009 für Augsburg

 

 
 
 
In der guten Stube von Augsburg, dem Goldenen Saal, eingerahmt  von festlicher Musik des Jugendorchesters der Stadt, würdigte der Staatsminister des Inneren des Freistaates Bayern, Joachim Herrmann, die Beispiel gebende Arbeit des noch jungen Präventionsgremiums. 

 

In besonderer Weise stellte der Minister heraus, dass es in Deutschland einmalig sei, dass sich Rat und Verwaltung einer Stadt verpflichtet haben, alle sicherheitsrelevanten Entscheidungen ihrem Präventionsgremium zur Stellungsnahme vorzulegen, damit Präventionsaspekte von Anfang an berücksichtigt werden können.

 

Laudator und Gratulant:

Staatsminister Joachim Herrmann

v.l.n.r.:
Klaus Stüllenberg, Stiftungsvorstand
Dagmar Pohl-Laukamp,
Sprecherin der Jury
 
rechts:
Stadtrat und Ordnungsreferent
Walter Böhm
 

 

 

 

Der stolze Präventionsrat mit seinen Arbeitskreisleiterinnen und -leitern erhält Dank und Lob für die beharrliche Aufbauarbeit und sehr erfolgreichen Arbeitsergebnisse von Stadtrat Walter Böhm.

Dazu gehört natürlich die stolze "Chefin" mit dem hart erarbeiteten Städtepreis:

                                                                       Diana Schubert

 

 

 

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Unter der Schirmherrschaft des
Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland,  Horst Köhler,
wurde am 11. April 2008 im Festsaal des Oldenburger Schlosses verliehen:

Städtepreis 2008 für Oldenburg/Oldenburg

 

In dem seit zehn Jahren bestehenden Präventionsgremium sind alle gesellschaftlich relevanten Kräfte vertreten und arbeiten nachvollziehbar zusammen. Aktivitäten folgen gemeinsam erkannten Handlungsbedarfen und werden auf Wirksamkeit untersucht. Insgesamt kommen bewährte Programme ebenso zur Anwendung wie innovative, eigenständig entwickelte Projekte.

Rat, Verwaltung und Präventionsgremium nutzen dabei obligatorisch ihre unterschiedlichen Kompetenzen.

"Eine ganze Stadt macht Prävention" ist nicht nur der Slogan von Oldenburg, sondern die Lebenswirklichkeit dort - mit den entsprechenden Erfolgen in Zahlen und Befindlichkeit der Bevölkerung. 

Würdigung:

Erich Marks für
Christian Wulff,
Ministerpräsident des Landes Niedersachsen

 

Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg Ulrich Mägde,
Präsident des Niedersächsischen Städtetages
 
Laudatio, Preisübergabe:
 
Jörg Ziercke (rechts),
Präsident des Bundeskriminalamtes
 
Preisträger Dr. Gerd Schwandner (Mitte),
Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg,
 
Klaus Stüllenberg, Stiftungsvorstand

 

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Unter der Schirmherrschaft des
Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland,  Horst Köhler,
wurden am 12.Oktober 2007 im Festsaal des Rathauses zu Münster folgende Preise verliehen:

Medienpreis Kriminalprävention

Prävention ist doch spannend! Zumindest beim Verband für Sicherheit in der Wirtschaft Niedersachsen, der zusammen mit dem freien Autor und Redakteur Klaus-Henning Glitza seit vier Jahren die „Info Sicherheit“ herausgibt. Vom mittelständischen Unternehmer bis zum Leiter Konzernsicherheit, vom Bürgermeister bis zum Minister – alle Gestalter von Sicherheit werden regelmäßig über Ursachen, Strukturen, Auswirkungen und Präventionsmöglichkeiten zu Themen wie Produktpiraterie, Wirtschaftsspionage, Erscheinungsformen organisierter und Wirtschaftskriminalität informiert, ebenso über aktuelle Entwicklungen neuer Kriminalitätsformen.

Laudatio, Preisübergabe: Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamtes

                                        

Kein Täter werden – Charité Berlin

Initiiert vom Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité Berlin leistet das Projekt wahre Präventionsarbeit:

Eine pädophile Veranlagung ist zwar nicht heilbar, jedoch behandelbar. Pädophile Menschen können lernen, eigene sexuelle Wünsche und Fantasien soweit zu kontrollieren, dass sie diese nicht mit Kindern realisieren (Behandlung potenzieller Täter = Opferschutz).

Eben dieses Ziel verfolgt das auf Freiwilligkeit und Eigeninitiative pädophil veranlagter Menschen beruhende Projekt „Kein Täter werden“. Mit dem umfangreich evaluierten Anfangserfolg wird das Konzept über Berlin hinaus zum Standard für Deutschland entwickelt werden können.

Vorstellung:                          Prof. Dr. Dr. Beier

Würdigung, Preisübergabe:    Frau Ursula Piëch


 

Wissenschaftspreis Kriminalprävention –PaC“ Prävention als Chance

Zum ersten Mal in diesem Jahr ausgezeichnet, soll das wirksame und unmittelbare Zusammenwirken von Wissenschaft und Anwendungsebene herausgestellt werden:

Beispiel gebend werden auf Initiative des Landeskriminalamtes Niedersachsen und des Gemeinde Unfallversicherungsverbandes Hannover bewährte Präventionsangebote zur Reduzierung von Rohheitsdelikten sinnvoll zusammengeführt. Ein Team aus führenden Wissenschaftlern evaluiert Konzept und Umsetzung, trägt so mit seinen Erkenntnissen zur fortlaufenden Anpassung der Maßnahmen bei.   

Vorstellung:            
Susanne Paul (Projektleiterin) und Team, Landeskriminalamt Niedersachsen
 
Laudatio, Preisübergabe:        
Prof. Manuel Eisner, Institute of Criminology, University of Cambridge          

  

AGGAS – Trouble Line

Die Inanspruchnahme der „Trouble Line“ in Weilburg hat Folgen:

Gewalt und Kriminalität in Schulen sowie in deren Umfeld werden unverzüglich verfolgt, ursächliche Strukturen sachgerecht beseitigt. Polizei, Schul-, Schüler- und Elternvertreter sowie zuständige Ämter führen dazu konsequente, koordinierte Maßnahmen durch.

Das zeigt Wirkung:  Die Evaluierung beschreibt einen kontinuierlichen Rückgang von Gewalt und Kriminalität, alle Beteiligten erleben Schule wieder als befriedeten Raum.

Und: Die Ausweitung auf ein landesweites Projekt ist in Vorbereitung.

Life Präsentation:            So arbeitet die Trouble Line 

Laudatio, Preisübergabe:        
Hans-Jürgen Irmer, MdL Hessen, schulpolitischer Sprecher


 

Prisma e.V. Leonberg

Mehrfach- und Intensivtäter (14 bis 21 Jahre), die zu Freiheitsstrafen ohne Bewährung verurteilt sind, lernen ein Leben ohne Straftaten in Verantwortung für sich und andere.

Der Vollzug der Jugendstrafe durch einen freien Träger in familienähnlichen Wohngemeinschaften bei straff geregeltem Tagesablauf und strukturierter Berufsausbildung ist Gegenstand des baulich offenen Jugendstrafvollzuges im Seehaus Leonberg.

Die Evaluierung zeigt beeindruckende Ergebnisse.

Vor dem Hintergrund des bis Ende des Jahres in jedem Bundesland zu verabschiedenden Jugendstrafvollzugsgesetzes hat das Projekt bundesweite Bedeutung und findet reges Interesse in den Ländern.

Vorstellung:                    
Ein Teilnehmer beschreibt sein „Vorher/Nachher“
 
Laudatio, Preisübergabe:        
Prof. Dr. Dieter Rösner, Universität Marburg

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2

 

 

 

 

 
 
 
Unter der Schirmherrschaft des
Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland,  Horst Köhler,
wurden am 29. September 2006 ausgezeichnet:

006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diakonisches Werk Hannover

Zusammen mit Netzwerkorganisationen sind in unterschiedlichen Einrichtungen (Kitas, Schulen, Jugend- und Kulturtreffs) eines gesamten Stadtteils auf Nachhaltigkeit angelegte Maßnahmen etabliert, welche Gewalt wirksam reduzieren. Das Besondere an diesem Programm ist die konsequente Einbindung der Kinder, Jugendlichen und Eltern durch die Erzieher/-innen und Lehrer/-innen, die ihrerseits fortlaufend trainiert werden.

 

Verkehrsverbund Rhein-Sieg

Die unterschiedlichen Projektbausteine der Mobilitätserziehung geben Kindern und Jugendlichen ein hohes Maß an Verkehrssicherheit und reduzieren wirksam Gewalt sowie Vandalismus. Die Vernetzung vieler Kompetenzen auf kommunaler Ebene gewährleistet einen ganzheitlichen Ansatz. Das Programm ist bereits in 33 Gemeinden eingeführt, die Erfolge sind beeindruckend. Zur Evaluierung werden unterschiedliche Werkzeuge genutzt, die Erkenntnisse zu einer Wirksamkeitsaussage zusammen geführt.  

 

Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM) – Vereinsverband Mettmann und Projektpartner

Die Bündelung der unterschiedlichen Verantwortlichkeiten von Behörden und Einrichtungen gewährleistet nachhaltig eine konsequente und zeitnahe Reaktion auf Fälle häuslicher Gewalt sowie eine individuelle Beratung von Opfern und Tätern. Die daraus entwickelte und nachgewiesene Präventionswirkung ist beispielgebend. Insbesondere sind die Ergebnisse zur Vermeidung von Wiederholungstaten beeindruckend – die Spiralwirkung häuslicher Gewalt wird unterbrochen. 

 

Berufsbildungswerk Leipzig und kriminalpräventiver Rat Leipzig

Und es geht doch! Beide Organisationen zeigen mit ihrem Projekt, dass sich arbeitslose Jugendliche mit krimineller Vorgeschichte sozial und beruflich reintegrieren lassen. Motivation und Berufsorientierung durch Beschäftigung in verschiedenen Gewerberichtungen sowie eine sozialpädagogische Begleitung und Betreuung bis hin zur Vermittlung in höher qualifizierende Anschlussmaßnahmen geben den Jugendlichen die zweite Chance, ihr eigenes Leben erfolgreich zu bewältigen.

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2005

 

 

 
 
 
 
 
 
Unter der Schirmherrschaft des
Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland,  Horst Köhler,
erfolgte die Verleihung am 30. September 2005:

 

 
Universität Osnabrück und Projektpartner 

 

Im Mentorenprogramm "Balu und Du" betreuen junge Erwachsene – meist Studenten und Studentinnen – auf freiwilliger Basis jeweils ein benachteiligtes oder gefährdetes Kind im Grundschulalter. Ihm soll damit der Start ins Leben erleichtert werden.
Ziel des Projekts ist die Prävention devianten Verhaltens in seinen vielfältigen Formen, wie z.B. Gewaltbereitschaft, Schulverweigerung, Kriminalität, Alkohol- und Drogenkonsum, Inaktivität, Teenagerschwangerschaften, Selbstaggression oder Viktimisierung.
 
 
Alexandra – Sophia – Stiftung e.V.,  Kelly - Insel e.V., Filderstadt 
und Projektpartner
 
 „Die Kelly-Inseln“ bieten Kindern und Jugendlichen in Filderstadt eine Vielzahl von sicheren und leicht erreichbaren Zufluchtpunkten, in denen entsprechend geschulte Erwachsene sofort helfen.
Entwickelt nach dem tragischen Mordfall z.N. eines Mädchens wurde dieses Projekt eingebettet in ein Gesamtprogramm zur Reduzierung der Opferwahrscheinlichkeit bei Kindern und Jugendlichen.
Die sinnvoll strukturierte Evaluierung des Projektziels und die bereits mehrfach auf weitere Gemeinden erfolgreich übertragene Konzeption sind Beispiel gebend.
 
 
Offener Jugendvollzug und Jugendhilfe e.V., Göttingen
 
BASIS (Begleitung, Ambulant, Stationär, Integrativ, Subjektiv) trainiert auf der Grundlage einer gezielten, subjektorientierten Entlassungsplanung in einem gestuften Behandlungssystem die Entlassungssituation ein, erstellt ein individuelles Netzwerk (soziales Gefüge), durch das ein Ineinandergreifen der an der Eingliederung beteiligten Einrichtungen und Behörden herbeigeführt wird.
Die dadurch angestrebte Reduzierung des Rückfallrisikos jugendlicher Straftäter wird mehrschichtig evaluiert, ist erfolgreich und übertragbar auf andere Städte.
 

 

Sicherheitskonferenz Mönchengladbach

 

 

Quantitative und qualitative Reduzierung von Straftaten jugendlicher Intensivtäter.
Hilfsangebote und konsequente Begleitung der als Intensivtäter identifizierten Jugendlichen führen offenbar zu einer nachhaltigen Reduzierung deren Delinquenz.
Zur Evaluierung werden unterschiedliche Werkzeuge genutzt, die Erkenntnisse zu einer Wirksamkeitsaussage zusammengeführt.
 
Kriminalpräventiver Rat der Stadt Düsseldorf     
      
Praxisorientierte Umsetzung einer Grundsatzstudie zur Reduzierung des Wohnungseinbruchs:
Befragung der Bevölkerung, Entwicklung und Evaluierung individualisierter Maßnahmen auf Quartiersebene sollen zu einer nachhaltigen Reduzierung dieses Deliktsbereiches führen.
Das Projekt befindet sich in der Anfangsphase. Die Ergebnisse lassen wegbereitende Erkenntnisse für die Kriminalprävention in Deutschland erwarten.

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2004

 

 

 

 

 

 

 

Schirmherrschaft
Die Bundesministerin für Justiz Brigitte Zypries
Der Oberbürgermeister der Stadt Münster, Dr. Berthold Tillmann
 
Die Preisträger und ihre Projekte
                 
Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen
Landespräventionsrat Schleswig-Holstein
„Prävention im Team (PIT)“
PIT ist ein schulisches Programm, das gemeinsam von Polizeibeamten, Pädagogen und Psychologen erarbeitet wurde: Einerseits zur Strukturierung der Präventionsarbeit in Schulen, andererseits zur Reduktion der an sowie durch Kinder begangenen Straftaten.
 
Begründung der Jury:
Ein beispielgebendes Programm zu Koordination unterschiedlichster Kompetenzen in einem Land. Die Entwicklung von Begleitmaterialien unterstützt die Umsetzung vorbildlich. Die Weiterentwicklung für unterschiedliche Schulformen ist in Vorbereitung.
PIT wird zwischenzeitlich auch in weiteren Bundesländern eingesetzt.
Die Evaluierung ist konsequent.
                       
 
Polizeipräsidium Hamm
„Kinder in der Stadt - K.i.d.S.“
Zur Reduktion von Verkehrsunfällen mit Kindern haben die Akteure ein Konzept entwickelt, mit dem die bislang isolierten Beiträge von Kindergärten, Kindertagesstätten, Grundschulen, weiterführenden Schulen und der Polizei zu einem abgestimmten ganzheitlichen Konzept zusammengefasst werden. Hierzu wurde ein Verhaltensführerschein entwickelt, der u.a. von den Pädagogen und der Polizei je nach Fortschritt abgestempelt wird und die Kinder durch ihr Schulleben begleitet.
 
Begründung der Jury:
Eine beispielhafte Einbindung aller Kompetenzträger über ein Werkzeug, das den betroffenen Kindern/Jugendlichen nachhaltige Beteiligung an dem Programm sichert und die Projektbeteiligten zur ständigen Fortentwicklung und vor allem Fortsetzung zwingt.
Die begleitende Wirksamkeitsuntersuchung ist konsequent, und die Ergebnisse haben direkten Einfluss auf die inhaltliche Anpassung der Maßnahmen.
 
Präventionsrat Bremerhaven
„Wir machen mit! - Mut gegen Gewalt“
Veranlasst durch eine signifikante Häufung von Gewalt basierten Straftaten und eine eher passive Bevölkerung tragen die Akteure mit einer Reihe von vernetzten Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Gesamtsituation eines Stadtteils bei.
 
Begründung der Jury:
Ein mehrstufiges Programm, das neben kriminalpräventiven Aspekten auch solche des subjektiven Sicherheitsgefühls in der Bevölkerung berücksichtigt sowie die aktive Mitgestaltung der Bürger erfolgreich einfordert.
Die Übertragung auf andere Stadtteile ist in Vorbereitung.
Die Prozessevaluierung ist beispielgebend geplant und durchgeführt. Die Wirkungsevaluierung wird begleitend fortentwickelt.
 
                       
Hendrik Docken, Oberursel
„Schnitzing 3D Graffiti“
Zur Reduktion illegaler Graffitis stellen die Akteure große Würfel auf, deren Außenseiten mit Leinwänden bespannt sind und in dessen Mitte ein Holzstamm ist. Auf die Leinwände wird anfangs gesprüht, im Verlauf  der Aktion schnitzen die Sprayer ihre Zeichen in das Holz. Es entsteht ein neuer Trend.
 
Begründung der Jury:
Engagierte Initiative eines kreativen Bürgers, der unter Verzicht auf eine komplexe Projektorganisation die im übrigen sinnvoll zu beteiligenden Behörden schlicht beteiligt hat.
Die Wirksamkeitsuntersuchung erfolgt durch Fortschreibung eines Lagebildes „Illegale Graffis“ und der dokumentierten Inanspruchnahme des Projektangebotes.
Neben einigen vergleichbaren Bewerberprojekten mit Abstand das kreativste und best evaluierte.
 
 
Gesundheitsamt Lübeck
„Gesundheit und Prävention in Schulen“
Durch Kurse zur Ernährung, Bewegung und Entspannung an Schulen sozial schwacher Stadtgebiete werden Übergewicht und Haltungs- Schäden verringert, der Lebensstil geändert, eine Ich-Stärkung erreicht, Stressbewältigung verbessert sowie Aggressivität und Gewaltpotenzial reduziert.
 
Begründung der Jury:
Ein interessanter, inhaltlich konsequenter und fachlich qualifiziert umgesetzter Präventionsansatz: Mut, neue Zusammenhänge zu suchen und dabei neben kriminalpräventiven auf andere Ziele für eine „gesunde“ Gesellschaft anzustreben, hat den Ausschlag gegeben, auch dieses Projekt zu prämieren. Besondere Würdigung verdient die Vernetzung mit Dänemark, hoffentlich ein Beispiel für trans-europäische Präventionsarbeit.
 
Stadtverwaltung Schweinfurt
Polizeiinspektion Schweinfurt
„Gerne daheim in Schweinfurt“
Die Akteure verfolgen mit einem ganzheitlichen Konzept das Ziel, die Kriminalität bei schwieriger Bevölkerungs- und Infrastruktur zu reduzieren sowie das subjektive Sicherheitsgefühl zu steigern.
 
Begründung der Jury:
Neben der konsequenten Projektstruktur mit u.a. hauptamtlichen Kräften fallen die Ziel und Maßnahmen des Programmes besonders auf: Ein funktionierendes Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger in der Stadt setzt Maßnahmen/Handlungsfelder quer durch alle Lebensbereiche voraus. Die drei Hauptsäulen
Sauberkeit im öffentlichen Raum, Sicherheit und Ordnung in der Stadt und Integration aller (Bevölkerungs-) Gruppen verkörpern im umfassenden Sinne kommunale/präventive Querschnittsaufgabe.
 
 
 
Westfälische Provinzial, Münster
Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe
Arbeitskreis soziale Bildung und Beratung
Schulpsychologische Beratungsstelle    
„Stark im MiteinanderN“
Das Projekt besteht aus verschiedenen  Bausteinen. Ziel ist die Förderung einer konstruktiven Konfliktkultur bei Kindern und Jugendlichen für mehr Sicherheit an westfälischen Schulen (Gewaltprävention).
 
Begründung der Jury:
Die Einbeziehung ganz unterschiedlicher Akteure mit durchaus unterschiedlichen eigenen Zielen -aber auch gemeinsamen Oberzielen- schon in der Planungsphase ist beispielgebend. Die Projektorganisation überzeugt durch ihre Konsequenz. Die bislang drei Maßnahmenbausteine sind jeweils für bestimmte Altersgruppen entwickelt und orientieren sich an deren Bedarfen. Die Weiterentwicklung neuer Module hat bereits begonnen.
Die Evaluierung ist schlüssig vorbereitet und bezieht sich sowohl auf die Kinder und Jugendlichen als auch auf Eltern und Lehrer.
Das Programm ist adaptierbar für andere Regionen.
                        

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